Diskriminierung: Die Dinge beim Namen nennen

Am Samstag den 06.10.2012 hat das Atatürk Kultur- und Bildungszentrum in Osnabrück eine Podiumsdiskussion veranstaltet. Das Thema war: 50 Jahre Gastarbeit in Deutschland. Ein guter Anlass, um die Kandidaten aller Parteien auf ihr Verhältnis zu Migration hin zu durchleuchten. Es gab Schwarztee. Und sie sind alle gekommen. Für die Piraten saß ich auf dem Podium.

Das interessante an der Veranstaltung war die anschließende Diskussion mit dem Publikum, die den Zeitrahmen hemmungslos gesprengt hat. Aber das schien keinen wirklich zu stören. Mich jedenfalls nicht. Denn während der Debatte wurde eines klar: Von echter Gleichberechtigung sind wir weit entfernt. Was ich besonders bestürzend fand: Viele der Beispiele für eine Ungleichbehandlung und Diskriminierung habe ich in meiner Jugend selbst erlebt. Es scheint sich nicht viel geändert zu haben. Und daran müssen wir dringend etwas tun.

Nachsitzen durch Diskriminierung

In der vierten Klasse wird es für Kinder und Eltern spannend. Denn dann stehen die Empfehlungen für die weiterführenden Schulen an. Nicht immer sind Eltern zufrieden mit der Einschätzung der Lehrer. Die meisten der anwesenden Eltern waren nicht nur unzufrieden, sie waren zornig. Anwesende Eltern berichteten davon, dass ihre Kinder trotz gleicher Noten im Vergleich zu anderen Kindern eher gefährdet wären sitzen zu bleiben oder auf eine andere Schulform geschickt zu werden. Fakt ist: An vielen Gymnasien sind Schüler mit Migrationshintergrund dramatisch unterrepräsentiert. An Hochschulen ist es noch schlimmer.

Wer auf Gymnasien und Hochschulen zudem nach Arbeiterkindern sucht wird auch nicht mehr fündig werden. Während von 100 Akademikerkindern rund 83 später einmal studieren werden, sind es im Schnitt bei 100 Kindern von Nichtakademikern gerade einmal 23 – Chancengleichheit sieht anders aus.

In meiner Grundschule hatten wir einen recht hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund. Meine besten Freundinnen waren gut in der Schule. Trotz gleicher Noten, wie Mitschüler ohne Migrationshintergrund, wurden sie für die Realschule empfohlen. Es ist schwer zu sagen, was der Grund war. Vielleich der Migrationshintergrund. Vielleicht der Bildungshintergrund der Eltern. Vielleicht der leichte Akzent. Die Eltern haben sich jedenfalls der Empfehlung widersetzt und das war gut so. Beide haben später studiert. Hätten sie auf ihre Lehrer gehört, wäre das höchst wahrscheinlich nicht passiert.

Lehrer sind Menschen. Und einige Menschen haben Vorurteile, die ihnen vielleicht gar nicht so bewusst sind. Lehrer, die basierend auf Vorurteilen systematisch Kinder aufgrund ihrer Herkunft anders behandeln verfestigen bestehende Ungleichheiten in der Gesellschaft und reproduzieren sie. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Denn hier hat sich anscheinend wenig geändert seitdem ich zur Schule ging.

Muttersprachunterricht

Bei der Debatte um Sprachförderung wurde von dem Vertreter der CDU angemerkt, man müsse auch die Familien in die Pflicht nehmen. Wenn zu hause kein Deutsch gesprochen werde, dann könne man nicht erwarten, dass die Kinder es von alleine lernen würden. Ein Raunen ging durch den Raum. Augen wurden gerollt. Kein Wunder: Denn wie ich hatten die meisten genau so Deutsch gelernt.

Ich habe meine Mutter einmal gefragt, wie ich Deutsch gelernt habe. Daran erinnern kann ich mich nämlich nicht. Es ist wohl schon zu lange her. Bei uns zu hause wurde immer polnisch gesprochen. Irgendwann haben die Kinder nur eben angefangen auf Deutsch zu antworten. Das ist bei vielen Einwanderer-Familien so. Sie haben mich in der Kindergarten geschickt, meinte meine Mutter. Und da habe ich mich geweigert auch nur ein Wort Deutsch zu sprechen. Man hat sich schon Sorgen gemacht. Doch eines Tages dann, habe ich plötzlich angefangen zu reden. In Haupt- und Nebensätzen und in reinster deutscher Grammatik. Meine Eltern fühlten sich verarscht. Seitdem kann ich Deutsch.

Ich bin froh, dass ich Zweisprachig aufgewachsen bin. Man verwechselt als Kind ein paar mal im Kindergarten vielleicht das eine oder andere Wort, sagt vielleicht mal „Truskawka“ statt Erdbeere und dann starren einen alle fragend an. Man lernt die Sprachen aber sehr schnell zu trennen – das ist jedenfalls meine Erfahrung. Wichtig ist da nicht ob die Eltern zu hause versuchen mit fehlerhafter Grammatik und Akzent gezwungen deutsch am Frühstückstisch zu sprechen. Wichtig ist, dass die Kinder so früh wie möglich in Kitas und Kindergärten geschickt werden, in denen Deutsch gesprochen wird.

Und das wird eine Herausforderung bleiben, so lange es jahrelange Wartelisten für Kindergarten- und Kitaplätze gibt. Und so lange sozial schwache Familien vor der Wahl stehen Geld und bürokratische Kraftakte für einen Kindergartenplatz aufbringen zu müssen oder lieber doch die Kinder zu hause zu betreuen bis die Grundschule anfängt. So lange verursacht dieser Mangel an Betreuungsinfrastruktur Probleme nicht nur für Migranten sondern auch für alle anderen Mütter und Väter.

Muttersprachunterricht kann dazu beitragen, dass Kinder ihr Potential in Bezug auf ihre Muttersprache richtig ausschöpfen können. Wer seine Muttersprache sauber beherrscht hat es schließlich auch einfacher Fremdsprachen zu erlernen. In Niedersachsen gibt es einen Muttersprachunterricht, jedoch wird an dieser Stelle gekürzt. Die anwesende Muttersprachen-Lehrern berichtete, dass Religionslehrer jetzt mehr gefragt seien.

Werte und Normen für Religionsunterricht

Im Parteiprogramm sprechen sich die Piraten für eine strikte Trennung von Kirche und Staat aus.

„Ein säkularer Staat erfordert die strikte Trennung von religiösen und staatlichen Belangen; finanzielle und strukturelle Privilegien einzelner Glaubensgemeinschaften, etwa im Rahmen finanzieller Alimentierung, bei der Übertragung von Aufgaben in staatlichen Institutionen und beim Betrieb von sozialen Einrichtungen, sind höchst fragwürdig und daher abzubauen.“

In der Schule habe ich Religion abgewählt. Das hat ein Schuljahr lang ganz gut funktioniert. Ich hatte Freistunden zusammen mit allen anderen die nicht zum katholischen oder evangelischen Religionsunterricht gehen wollten. Als sich aber plötzlich die Hälfte der Schüler im Folgejahr vom Religionsunterricht abmelden wollten, schritten Schulleitung und Religionslehrer ein. Man sollte eine schriftliche Beglaubigung mitbringen, dass man sich vom Religionsunterricht abmelden wolle. […] Als auch diese Maßnahme nicht zu dem erhofften Rückgang der Abmeldungen führte, wurde eine neue Maßnahme erdacht: Die Verweigerer des katholischen und evangelischen Religionsunterrichts sollten stattdessen zusätzliche Stunden Matheunterricht bekommen. Die Maßnahme zeigte ihre erhoffte Wirkung: Fast alle Schüler entscheiden sich, dass sie Religionsunterricht dem Nachrechnen der PISA-Studie vorziehen. Ich und die Ungetauften und Andersgläubigen durften daher anschließend Woche für Woche in kleinem Kreis Mathe machen. Werte und Normen oder Philosophie für Abwähler gab es eine ganze Zeit lang nicht.

Ich finde es schlimm, wenn bereits Kinder beigebracht bekommen, dass sie anders sind als die „ungläubigen“ Kinder. In meiner Grundschule hatten die „evangelischen“ und „katholischen“ Kinder getrennte Pausen. Es stimmt zwar: Im Religionsunterricht werden auch andere Religionen thematisiert. Aber warum sollte man über einander reden, wenn man auch mit einander reden kann? Die Stigmatisierung und Abstrafung von Andersgläubigen und Abwählern, die ich in meiner Schulzeit erlebt habe, sind kein Einzelfall. Ich finde, dass es wichtig ist Kindern Werte zu vermitteln. Doch diese Werte resultieren für mich nicht in erster Linie aus Religion, sondern aus Werten der Aufklärung und auf der Idee des Miteinanders statt der Abgrenzung gegen das Andere. Religion ist Privatsache. Egal welche.

Soziale Probleme werden kulturalisiert

Kinder und Jugendliche machen manchmal schwierige Phasen durch. Vor allem in der Pubertät fallen Jugendliche immer mal wieder durchs Raster. Die Reaktion und der Umgang damit ist jedoch nicht selten durch Vorurteile und Ressentiment gegenüber Migranten geprägt. Eine Mutter berichtete über ihre Erfahrungen: Wenn ein Junge ohne Migrationshintergrund Ladendiebstahl begeht ist das die rebellische Phase. Wenn jemand mit einem türkischen Namen das gleiche tut, wird er grundsätzlich schneller als kleinkriminell abgestempelt. Es werde leider oft so getan, als sei die Ursache für eine Verhaltensauffälligkeit irgendwo in der Herkunft oder Religion zu finden. Dass Jugendliche ab und an nun einmal Scheiße bauen, das wird viel zu selten bedacht. So eine Vorverurteilung geht nicht spurlos an Kindern und Jugendlichen vorbei.

Ein anderes Problem ist die Tatsache, dass immer wieder Kinder zur Grundschule geschickt werden, die massive Defizite bei der Sprachkompetenz aufweisen. Eine Lehrerin für türkischen Muttersprachunterricht berichtete von Fällen, bei denen Kinder weder auf Türkisch noch auf Deutsch die grundlegenden Wörter beherrschten. In der öffentlichen Debatte wird immer wieder angekreidet, dass bei Familien den ganzen Tag „türkisches Fernsehen“ laufen würde und die Kinder daher nicht Deutsch lernen würden.

Doch das Problem ist doch ein ganz anderes: Dass Kinder überhaupt maßgeblich vom Fernseher erzogen werden. Und dabei ist es herzlich egal welche Sprache aus dem viereckigen Kasten vor sich hin blubbert. Kinder vom Fernseher erziehen zu lassen geht einfach überhaupt gar nicht. Und das Problem, dass Kinder nicht angemessen gefördert werden und dies erst dann bemerkt wird, wenn es fast zu spät ist, erstreckt sich durch die gesamte Gesellschaft: Es ist ein soziales Problem.

Mein Name ist nicht Katharina Nocun

…meine Eltern haben meinen Namen eingedeutscht. Ich habe nie gefragt warum. Ich denke aber, sie wollten mir den Start in dem neuen Land möglichst einfach machen. Man sieht es mir nicht an, dass ich nicht hier geboren bin. Man hört es auch nicht. Es würde wahrscheinlich gar nicht weiter auffallen, wenn ich es nicht sagen würde. Meine Haare sind braun, meine Augen blau. Ich falle nicht weiter auf.

„Das finde ich schade“, sagte eine Diskussionsteilnehmerin. Es wäre doch besser gewesen, wenn ich meinen Namen behalten hätte, denn gerade wenn Menschen etwas in der Gesellschaft bewegen wollen würde es doch ein Zeichen setzen, dann einen Namen mit Sonderzeichen zu haben. Einen ausländischen Namen. Den echten Namen eben. Und sie hatte irgendwie recht. Vielleicht war es tatsächlich feige, den Namen zu ändern.

Denn für Osteuropäer ist es einfach, einen Namen einzudeutschen und abzuändern, da es für fast alle Namen eine Übersetzung gibt. Wenn man einen türkischen Namen hat, geht das nicht ohne weiteres. Und es sollte eigentlich auch nicht notwendig sein, damit man als Kind gleiche Chancen hat. Davon sind wir momentan aber leider noch weit entfernt. Das war damals so als meine Eltern die Entscheidung getroffen haben und das ist auch heute noch so.

Wir sollten die Dinge mal beim Namen nennen. Diskriminierung ist für uns Migranten kein unterschwelliges Phänomen. Es ist Alltag.

(Zeichnung: Charlotte von Hirsch)


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2 Kommentare

  1. Auf dem Gymnasium meiner Tochter gab es recht viele mit ausländischen Wurzeln; und von herkunftsbedingter Diskriminierung ist mir nichts bekannt geworden. Wenn auch diese Kinder oft aus den in Köln traditionell sehr häufigen Mischehen stammten. Es handelte sich um ein sog. altes Elitegymnasium, das ausschließlich mit Latein als erste Fremdsprache begann.
    Festzustellen ist allerdings, dass auch diese Kinder vorwiegend aus Akademikerfamilien kamen. Wir hatten die Deutsche Welle, den Deutschlandfunk, den WDR, die Nachbarstadt Bonn als Hauptstadt, da gab es doch recht viele hoch gebildete und auch gut verdienende Ausländer, die natürlich auch auf erstklassige Ausbildung ihrer Kinder erpicht waren.
    So gab es dort viele Schüler mit iranischen, arabischen, schwarzafrikanischen, osteuropäischen oder fernöstlichen Wurzeln – aber bezeichnenderweise keine türkischen Kinder.
    Auf der Uni sieht es etwas besser aus. Dennoch, auch im großen multinationalen Freundeskreis meiner Tochter (selbst Halbaraberin) gibt es immer noch mehr Frauen mit arabischen Wurzeln, als Männer mit türkischen.
    Wir sollten also nicht übersehen, dass auch bei Kindern mit ausländischen Wurzeln letztlich die Bildungsherkunft der Eltern entscheidet: den Kindern eines kenianischen Journalisten traut man erheblich mehr zu, als den Kindern eines italienischen ehemaligen Gastarbeiters.

  2. „Never make fun of someone who speaks broken English. It means they know another language.“ –H. Jackson Brown, Jr.

    Eine einfache Wahrheit, die aber leider zu oft vergessen wird.

    Gerade den Akzent halte ich für einen wesentlichen Knackpunkt, in vielerlei Hinsicht.

    In der 5. Klasse saß ich im Englischunterricht neben einem türkischstämmigen Mitschüler der sich nicht traute sich zu melden, weil er Angst hatte zu reden. Sein Akzent war relativ stark. Stattdessen sagte er mir immer was er sagen wollte, und drängte mich mich zu melden, damit ich seine Antwort sage.

    Ich habe ihn ständig aufgefordert sich selbst zu melden, er wollte nicht, daher bekam er mündlich eine schlechte Note.

    Diese Angst zog sich durch seine gesamte Schulzeit, und er schloss die Gesamtschule dann mit Hauptschulabschluss ab, weil seine Noten schlecht waren. Das lag aber nicht daran daß er dumm gewesen wäre, vielmehr hat er irgendwann vor seiner Angst kapituliert und resigniert. Eine Schande. Wohlgemerkt, es war die präventive Angst vor Diskriminierung, die allerdings völlig unbegründet war.

    Einer Ex von mir ist offene Diskriminierung in der Uni begegnet, ebenfalls wegen des Akzents. Sie war Russin, als Au-Pair nach Deutschland gekommen, war dort bereits diplomierte Deutschlehrererin, und wollte in Deutschland studieren, ebenfalls Deutschlehrerin, Sekundarstufe 1.

    Von den üblichen Stolpersteinen des Bildungssystems abgesehen (Ihr Studium wurde nichtmal als Abitur anerkannt) lief es recht gut, bis sie Opfer von Diskriminierung wurde, und zwar systematischer. Ein Englischprofessor hat sämtliche Studenten aus dem slavischen Bereich mit den Worten „You have slavic accent“ mündlich durchfallen lassen. Alle. Türkische, asiatische, deutsche Akzente waren wohl kein Problem, aber slavische Akzente waren für diese Frau ein so großes Problem, daß man damit die Prüfung nicht schaffen konnte, auch wenn man inhaltlich den Ansprüchen genügte.

    Ich habe ihr damals geraten den juristischen Weg zu beschreiten, und ihr Recht einzuklagen, was sie aber nicht wollte. Das Ergebnis war dann daß sie die Uni gewechselt hat, da sie an der ursprünglichen Universität keine Möglichkeit sah ihr Studium abzuschliessen – „dank“ der systematischen Diskriminierung einer Professorin.

    Und zum Abschluss noch eine Ankedote zur Eindeutschung von Namen: Ein ehemaliger Arbeitskollege hiess mit Nachnamen Zilberman, woraus beim Einbürgerungsantrag dann „Silbermann“ wurde. Als er das erfuhr guckte er mich an und meinte „Ich möchte sein Silbermann, aber noch lieber möchte ich sein Goldmann!“ – hat er ja auch Recht, wenn schon den Namen verändern, dann richtig ;) Ich persönlich habe den Sinn und Zweck einer Eindeutschung nie verstanden. Bayerische Nachnamen werden doch auch nicht verhochdeutscht.

    Dieser Kollege ist übrigens auch ein hoch intelligenter Mensch der sich nicht traut zu reden weil sein Deutsch und insbesondere seine Grammatik nach 13 Jahren in Deutschland noch sehr schlecht waren. Leider hatte er auch keine Chance diese zu verbessern, da er, wie gesagt, ungerne mit deutschen Muttersprachlern redete, weil er sich schämte. „Ein Teufelskreis“.

    Mit mir hat er geredet, weil er wusste daß ich Verständnis für seine Probleme habe (sie Ex aus Russland, das war dieselbe Zeit), und er wiederum die Chance gehabt hätte sich über mein Russisch lustigzumachen – die er aber nie nutzte.

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