Das sagt die AfD über ihre politischen Mitbewerber

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Claudia Roth von den Grünen klagt gegen AfD-Kandidat Markus Frohnmaier. Frohnmaier ist nicht irgendwer – er ist Mitglied im Landesvorstand Baden-Württemberg und Vorsitzender der Jungen Alternative – der Jugendorganisation der AfD. Über seinen Facebook-Account postete er ein Bild der Grünen-Politikerin auf dem Stand „Ach wäre ich nur Neujahr nach Köln gefahren“. Roth war empört. Darauf hin schrieb er:

„Ich habe erklärt, dass Frau Roth in einem übertragenen – nicht juristischen – Sinne in Köln mittelbar mitvergewaltigt hat, weil Frau Roth sinnbildlich für die irrsinnige Willkommenskultur und Multi-Kulti-Ideologie in diesem Land steht. Diese Geisteshaltung hat die Exzesse von Köln erst möglich gemacht hat. Deswegen ist es auch vollkommen gerechtfertigt, sich dagegen scharfkantig auszusprechen.“

Mit solchen Statements ist er in der AfD nicht allein. Uwe Junge, Spitzenkandidat für Rheinland-Pfalz und ehemaliges Mitglied der rechtsextremen Partei „Die Freiheit“, sagte jüngst bei einer Wahlkampfveranstaltung folgendes:

Zitat: „Und Frau Merkel wird scheitern mit all ihren vaterlandslosen Brandstiftern aus der SPD und dem widerwärtigen Umfeld der pädophilen Grünen.“ [Applaus]

Zitat: „Wie konnte es passieren, dass eine Frau wie Claudia Roth [Raunen, Pfui-Rufe] Ja OK.. Also mit dem Begriff Frau habe ich schon da in dem Zusammenhang ein Problem. Dass Claudia Fatima Roth….“ [Johlen]

 

Wenn das die „sachliche“ Debatte ist, die von der AfD immer wieder gefordert wird, dann gute Nacht. Und wir regen uns über Trump auf. Armes Deutschland. Ich schäme mich.

Update: So sieht sich Uwe Junge selbst

Zitat: „Vorab, meine Damen und Herren unterstellt man uns ja gerne aus ganz bestimmten Gründen eine gewisse Rechtslastigkeit. Meine Damen und Herren ich bin nicht Links. Und wenn ich nicht Links bin dann bin ich eben Rechts und ich kann damit leben.“ [Applaus]

Update2: Junge Alternative legt nach

Markus Frohnmaier und sein Vorstandskollege Sven Tritschler von der Jungen Alternative legen noch einmal nach. Ihr neuestes Opfer nach Claudia Roth: Ralf Stegner (SPD) und Wolfgang Schäuble (CDU). In einer Presseerklärung zu einem Angriff auf ein AfD-Mitglied durch einen Unbekannten geben sie bekannt:

„„Ralf Stegner, Wolfgang Schäuble und viele andere, die uns ständig diffamieren und uns mit ihrer Hetzte buchstäblich die Existenzberechtigung absprechen, sind die wahren Hintermänner des Mordschützen. Sie haben in Karlsruhe mitgeschossen. Die braune Uniform hätte zu diesen Schreibtischtätern vor 80 Jahren genauso gut gepasst, wie heute Schlips oder Fliege“, so JA-Bundesvorsitzender Sven Tritschler.“

Das nachfolgende Zitat entbehrt nicht einer gewissen Ironie:

„Auch der Co-Vorsitzende Markus Frohnmaier macht das politische Establishment verantwortlich: „Gabriel, Stegner, Maas und wie sie alle heißen sollten schleunigst verbal abrüsten. Sonst haben Sie bald wirklich Menschenleben auf dem Gewissen.““

Daneben prangt ein Bild von Ralf Stegner auf dem steht: „Gesucht wegen Anstiftung zum Mord“.  Abrüstung? Fehlanzeige!

 

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