19. Oktober 2012

Zur Person

MG-3818

Politik ist das was mich antreibt. Ich habe als Campaignerin für Campact e.V. und in Rahmen meines Engagement in der Bürgerrechtsbewegung zahlreiche Proteste u.a. gegen Vorratsdatenspeicherung, gegen ACTA und für Asyl für Edward Snowden in Deutschland geleitet. Ich sitze im Beirat des Whistleblower-Netzwerkes e.V. und bin Botschafterin für die Stiftung für die Rechte der zukünftigen Generationen e.V.. Gegen die Bundesregierung klage ich vor dem Bundesverfassungsgericht wegen dem Gesetz zur Bestandsdatenauskunft. In meinem Blog beschäftige ich mit Themen, die mir am Herzen liegen: Rechtspopulismus, Datenschutz, Informationsfreiheit, Handelsabkommen wie TTIP, CETA und TiSA, Lobbyismus, u.v.m..

 

2013 wurde ich als politische Geschäftsführerin in den Bundesvorstand der Piratenpartei Deutschland gewählt. Zuvor war ich Referentin für digitale Verbraucherrechte beim Verbraucherzentrale Bundesverband beschäftigt. Davor und danach schrieb ich als Redakteurin bei netzwelt.de über IT-Sicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz. Ich habe Politik und Wirtschaft in Münster studiert und danach Politics, Economics and Philosophy in Hamburg. Meine Abschlussarbeit habe ich einem sehr BWL und VWL-lastigen Themengebiet gewidmet: Marktmacht auf Netzwerkmärkten. Geforscht habe ich zum Thema Markteintrittschancen für dezentrale soziale Netzwerke & Monopolstellungen in digitalen Märkten mit Netzwerkeffekten.

14164240937_a9bbc69b4f_kBild: CC BY NC 2.0 Ruben Neugebauer / Campact

Wir leben in spannenden Zeiten. Wenn es eines gibt, das mich treibt, dann die Frage was die vernetzte Zukunft für uns bringen wird. Und ich will nicht warten bis andere diese Frage für uns beantworten. Deshalb schreibe ich an gegen Demokratie-Abbau und Überwachung. Deshalb habe ich immer wieder Demonstrationen angemeldet, Protest organisiert und gegen die Bundesregierung geklagt. Und deshalb wird mich Politik wohl mein Leben lang nicht loslassen. Denn wenn wir es nicht tun, tut es kein anderer für uns.

 

Geboren wurde ich in Polen, aufgewachsen bin ich in Deutschland. Ich bin mit Computern aufgewachsen. Als 2007 die Vorratsdatenspeicherung diskutiert wurde, war ich fassungslos wie eine Regierung ein derartiges flächendeckendes Überwachungsinstrument auszurollen vermag ohne auch nur im Ansatz zu begreifen, welchen Schaden sie damit wichtigen Grundwerten unserer Demokratie zufügt. Damals hat es bei mir Klick gemacht und dieses Bewusstsein, dass wir uns mitten in einer riesigen technologischen und gesellschaftlichen Umwälzung befinden, ist seitdem nicht mehr von mir gewichen. Das Internet ist eine Chance für die Demokratie. Die Politik sollte diese Chance begreifen und die Weichen für eine menschenwürdige vernetzte Zukunft stellen. So lange sie das nicht tut ist es unsere Aufgabe sie daran zu erinnern.

Meine politische Arbeit

radiobremennocun

Ich habe Bürgerrechtsorganisationen in den letzten Jahren bei vielen Podiumsdiskussionen, Kongressen, Vorträgen und Workshops vertreten und für viele Online- und Printmedien zahlreiche Artikel und Beiträge zum Thema Datenschutz, elektronische Gesundheitskarte, ELENA und Arbeitnehmerdatenschutz, Vorratsdatenspeicherung, dezentrale Soziale Netzwerke, ACTA und digitale Bürgerrechte verfasst oder mit herausgegeben.

 

Auswahl von Radiobeiträgen:

Eine (unvollständige) Übersicht über Buchartikel und Beiträge zu Zeitschriften findet sich hier. Bilder zur freien Verwendung finden sich hier.

(1. Foto: cc-by-sa Miriam Juschkat)

Ein Gedanke zu „Zur Person

  • Sehr geehrte Frau Nocun,

    vielen Dank für Ihren Beitrag
    „Was Du wissen solltest, bevor Du die AfD wählst“

    Die hier vorgestellten und (wie ich finde) auch passend kommentierten
    Auszüge aus dem Wahlprogramm der AfD führten bei mir als
    „fast-ein-AfD-Wähler“ zu dem Schluss:

    Die AfD werde ich NICHT wählen!
    Weil das was die wollen will ICH nicht.

    Werde mir das Parteiprogramm der (neuen Lucke-Partei)
    „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (ALFA)
    anschauen. Hoffe das die nicht so verbohrt sind wie die AfD.

    Für die gelungene Zusammenstellung nochmals herzlichen Dank.

    Und:
    Lassen Sie sich von den negativen Kommentaren bitte nicht beeinflussen –
    Sie leisten sehr gute Arbeit.

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